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Direktor Emotional Brain Institute, New York University

Der renommierte amerikanische Neurowissenschaftler Joseph LeDoux erforscht seit mehr als 30 Jahren die neuronalen Grundlagen der Angst und hat essenzielle Erkenntnisse der menschlichen Furchtreaktion gewonnen. Er ist einer der Begründer der biologischen Emotions-Forschung und untersucht, wie sich schwerwiegende Erlebnisse ins Gedächtnis einbrennen. LeDoux ist Professor für Psychologie und Neurowissenschaft an der New York University und leitet das Center for Neural Science of Fear and Anxiety. Die neusten Forschungsergebnisse, viele davon aus seinem eigenen Labor, erklärt er in seinem umfassenden Werk “Angst – Wie wir Furcht und Angst begreifen und therapieren können, wenn wir das Gehirn verstehen”. Er ist Autor von zahlreichen weiteren Publikationen und internationalen Bestsellers wie “Das Netz der Persönlichkeit” und “Das Netz der Gefühle”.

Joseph LeDoux ist der Sänger und Songwriter von den Amygdaloids, einer erfolgreichen Rockband von Wissenschaftlern, die Lieder über den Verstand, das Hirn und psychische Störungen spielt.

Leiter Neuropsychologie Universität Zürich

Lutz Jäncke forscht, wie das Gehirn unser Denken, Handeln und Fühlen beeinflusst. Der weltbekannte Hirnforscher und Neuropsychologe erklärt in seinem Buch “Ist das Hirn vernünftig?” anhand aufschlussreicher Experimente und neuster Forschungsergebnisse, welche Wirkung das Unbewusste auf uns hat, wie wir Entscheidungen treffen und wie das Gedächtnis funktioniert.

Lutz Jäncke studierte an den Universitäten Bochum, Braunschweig und Düsseldorf Psychologie und Hirnforschung. Nach dem Studium absolvierte er Forschungsaufent-halte am Beth Israel Hospital der Harvard University in Boston, bekam ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und war Lehrstuhlinhaber an der Universität Magdeburg. Seit 2002 ist er Professor für Neuropsychologie an der Universität Zürich. Jäncke ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und gehört zu den weltweit meist zitierten Wissenschaftlern in seinem Gebiet. Jäncke ist zudem als sehr guter Redner bekannt: er gewann u.a. den Award für “Best Teaching” sowie den Sympathiepreis von den Studierenden an die Dozierenden der ETH Zürich.

Wissenschaftlicher Direktor am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung Potsdam

Ortwin Renn ist ein international anerkannter Risikoforscher, der weiss, warum wir uns vor dem Falschen fürchten. Seine Forschungen untersuchen, welche Risiken wir über- und unterschätzen, und er befasst sich auch damit, wie die Angst Prozesse und Strukturen des Gemeinschaftslebens mitprägt.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ortwin Renn ist wissenschaftlicher Direktor am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung in Potsdam (Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS) und Inhaber des Lehrstuhls „Technik- und Umwelt-soziologie“ an der Universität Stuttgart. Er ist unter anderem Ehrendoktor der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETH). Zu den Publikationen von Ortwin Renn gehören über 30 Monografien und editierte Sammelbände sowie mehr als 250 wissenschaftliche Publikationen. Besonders hervorzuheben sind sein 2014 erschienenes Buch „Das Risikokoparadox. Warum wir uns vor dem Falschen fürchten“ sowie sein 2019 erschienenes Werk: „Gefühlte Wahrheiten. Orientierung in Zeiten postfaktischer Verunsicherung“.

Kognitive Linguistin

Die 1981 in Hamburg geborene Expertin für politische Kommunikation studierte in Hamburg, Rom und Berkeley Soziologie, Journalistik und Linguistik und leitete als Kognitionsforscherin am International Computer Science Institute in Berkeley Projekte die Forschung von Ideologie, Sprache und unbewusster Meinungsbildung. In ihrem Buch “Politisches Framing – Wie eine Nation sich ihr Denken einredet und daraus Politik macht” zeigt sie auf, wie Sprache politische Wirkung entfalten und uns stark beeinflussen kann. Sie untersuchte den Einfluss der Bush-Administration nach 9/11 auf die politische und öffentliche Diskussion in den USA und analysierte den Wahlkampf zwischen Donald Trump und Hillary Clinton unter sprachwissenschaftlichen Aspekten.

Klinische Psychologie Universität Zürich

Peter Schneider studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie. Er lebt in Zürich und arbeitet dort als Psychoanalytiker. Er war PD für Psychoanalyse und Prof. für Entwicklungpsychologie an der Universität Bremen und Lecturer for History and Epistemology of Psychoanalysis an der International Psychoanalytic University in Berlin. Seit 2014 ist er PD für Klinische Psychologie an der Universität Zürich. Ausserdem betätigt er sich seit vielen Jahren als Satiriker und Kolumnist. Er ist Autor zahlreicher Bücher. Peter Schneider hat mehrfach über die Themen Angst und Sicherheit geschrieben.

Direktor Institut für Wissenschaft, Technologie und Politik ETH Zürich

Thomas Bernauer befasst sich in seinen Forschungen mit dem gesellschaftlichen Streben nach Risikominimierung. Er beleuchtet die Treibkräfte (utopischen) Verlangens nach Risikofreiheit und untersucht unter anderem auch die Frage, ob diese gesellschaftlichen Forderungen nach immer grösserer Sicherheit staatliche und politische Systeme überfordern können.

Bernauer ist ein schweizerisch-kanadischer Politologe und ordentlicher Professor für Internationale Politik an der ETH Zürich. Bei den Vereinten Nationen war er als Forschungsassistent im Institute for Disarmament Research (UNIDIR) tätig und verfasste als Autor zahlreiche Bücher und Artikel.

Extremsportlerin, Grenzgängerin

Evelyne Binsack ist Diplom-Bergführerin, Helikopterpilotin, Extrem-Bergsteigerin, Bestseller-Autorin und Abenteurerin aus Leidenschaft.

Nach der Schule startete sie ihren Weg mit einer Ausbildung als Sportartikel-Verkäuferin und verfolgte gleichzeitig eine sportliche Laufbahn in der Leichtathletik. Doch dann entdeckte sie ihre Leidenschaft fürs Bergsteigen. Sie lernte schnell, dass es für das Überleben in der Steilwand essentiell wichtig ist, die Gesetze der Natur zu respektieren und die physischen sowie mentalen Fähigkeiten unermüdlich zu trainieren. 1991 absolvierte Evelyne Binsack als eine der ersten Frauen Europas die Ausbildung zur diplomierten Bergführerin, bestieg 2001 als erste Schweizerin den Mount Everest, bewältigte die Eiger-Nordwand (1990, 1994, 1999) u.a. im Alleingang und kletterte auf die höchsten Gipfel des Himalayas und der Anden.
Sie ist der einzige Mensch, der (mit Start vor der Haustür in der Schweiz) aus eigener Muskelkraft an den Südpol gelang, nach 484 Tagen, 25‘000 Kilometern durch 16 Länder, mit Fahrrad, zu Fuss, mit Ski und Schlitten. 2017 nahm sie eine nächste grosse Herausforderung an, die sie für THE SCENT OF FEAR dokumentierte: nach 11 Monaten Planung und 105 Tagen Expedition erreichte sie nach einem ersten abgebrochenen Versuch am 12. April 2017 den Nordpol.

Katja Riemann

Erzählstimme

Katja Riemann, geboren und aufgewachsen bei Bremen, ist eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen. Sie war zu sehen unter anderem in den Kinofilmen »Bandits« (1997), »Rosenstrasse« (2003), »Ein fliehendes Pferd« (2007) und »Fack ju Göthe« 1 bis 3 (2013-2017), wofür sie mit zahlreichen Preisen bedacht wurde, u.a. mit dem Coppa Volpi, dem Deutschen Filmpreis, dem Bambi und dem Adolf-Grimme-Preis. Seit 2000 ist sie UNICEF-Patin, unterstützt unter anderem Plan International und Amnesty International und setzt sich ein für eine offene Gesellschaft. Für ihr menschen-rechtliches Engagement erhielt sie 2010 das Bundesverdienstkreuz am Band und 2016 den Bad Iburger Courage-Preis. Im Februar 2020 erschien ihr Buch „Jeder hat. Niemand darf. Projektreisen“.
„Mirjam von Arx hat einen bewegenden Film gedreht, der sich mit einem Thema beschäftigt, mit dem wir uns ungern beschäftigen, wegen der Angst vor der Angst. Ich bin froh und dankbar, dass ich Teil dieses Films werden durfte.“

Face Model

Noëmi Manser wurde in Basel geboren, verbrachte ihre Kinder- und frühen Jugendjahre aber in Neuseeland. Im Alter von 15 Jahren kam sie zurück in die Schweiz und startete eine erfolgreiche Karriere als Model, die sie international bekannt machte. Heute lebt Manser in ihrer Wahlheimat New York und widmet sich vermehrt ihrer künstlerischen Arbeit. Sie schafft u.a. Gesichter, die sie mit der linken und rechten Hand gleichzeitig zeichnet und “Connecting Brains” nennt. Mit dieser Technik verbinden sich die beiden Hirnhälften, also die emotionale und rationale Seite.